• Szepsy, István

    Schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts begann die Familie Szepsy mit dem Weinbau im Tokajer Weingebiet. István Szepsy, einer der bedeutendsten Winzer Ungarns (Winzer des Jahres 2001), baute sein Weingut seit 1971 kontinuierlich auf, nachdem sein Vater nach dem Zweiten Weltkrieg einen Großteil der Weinberge verloren hatte.

    Sarkad Heute gehören die Weine von István Szepsy zu den besten in Tokaj. Er setzt auf eine radikale Ertragsbeschränkung von maximal 400 Liter Aszú je Hektar. Nicht nur die Aszúbeeren, sondern auch die Trauben für den Grundwein werden bei Herrn Szepsy selektiert. Heute besitzt das Weingut 63 Hektar Rebfläche in erstklassigen Fluren wie dem Máder Königsberg (Király), St. Tamás, Danczka, Úrágya, Betsek und Nyulas, wovon 46 Hektar kultiviert sind.

    István Szepsy steht sinnbildlich für den Winzer der Region. Seine Vorfahren stellten bereits vor drei Jahrhunderten Tokaji Aszú her. Er ist in ganz Ungarn nicht nur wegen seiner wunderbaren Elixiere bekannt, sondern auch für die ansteckende Begeisterung, mit der er seinen Beruf ausübt.

    Anerkennungen

    1. 2001    Winzer des Jahres in Ungarn

    István Szepsy nimmt an keinem Wettbewerb teil. Er sagt darüber:


    István Szepsy "Ich habe auch große europäische Anerkennungen gewonnen, doch heute trete ich nicht mehr an. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits gibt es keine Wettbewerbsweine mehr, da es immer weniger werden. Andererseits glaube ich fest daran, dass die Schönheit keinen Wettbewerb benötigt - weder die des Menschen, der Natur, noch des Weines. So kann man z.B. eine Meeresküste mit Palmen auch nicht mit dem Donauknie oder mit den Fjorden vergleichen.

    Die Persönlichkeit, die Individualität halte ich für den bedeutendsten Aspekt. Aber auch nur, wenn man erkennt, wie man an die Sache herangeht, in Ehrfurcht und nicht mit dem Gedanken an einen wirtschaftlichen Gewinn - nur so kann man zu jeder Zeit etwas anderes schaffen. Nicht das Geschäft ist entscheidend, sondern nur, dass wir unsere Arbeit mit Hingabe verrichten, so dass auch andere es genießen können.

    In Tokaj gibt es viele Winzer, die so wie ich denken, doch jene, hinter denen Investoren stehen, können, auch wenn sie ihre Arbeit lieben, auf den Computer nicht mehr verzichten. Die Qualität und die Anforderungen zum Aufbau einer Marke sind wichtiger als alles andere. Dem wird alles untergeordnet. Ich glaube an Tokaj und daran, dass dies eines der interessantesten und individuellsten Weinanbaugebiete der Welt ist, und dass man gerade deshalb eine Weltklasse daraus machen muss."

    Seine Philosophie bringt er mit wenigen Worten auf den Punkt: "Bestmöglichen Tokaji Aszú 6 Puttonyos herstellen, was viel Arbeit erfordert - nicht nur in der Kellerei, sondern auch schon im Vorfeld im Weinberg."

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